Die Wertstrom-Landkarte
Ein pragmatisches Vorgehen, um Wertströme sichtbar zu machen — ohne Beraterfolien.
· 1 Min. Lesezeit
MethodeEin Werkzeug — kein Artikel. Wann es wirkt, wann nicht, wie du es anwendest.
Aufwand:Geringer AufwandZeithorizont:Tage
Das Problem
Niemand im Raum ist sich einig, wo im Ablauf Wert entsteht und wo er versickert — also optimiert jeder sein eigenes Teilstück.
Wann einsetzen
- ✓Übergaben zwischen Teams häufen sich
- ✓Durchlaufzeiten sind unklar oder streuen stark
- ✓vor jeder größeren Prozess-Änderung
Wann besser nicht
- ✕Der Wertstrom ist trivial und unstrittig
- ✕Es fehlt die Bereitschaft, unbequeme Zahlen anzusehen
Was du brauchst
- Die Menschen, die den Ablauf wirklich tun
- Eine Wand oder ein Board
- Ein halber Tag ungestört
Vorgehen
- 1Ergebnis benennen: Was genau soll am Ende beim Kunden ankommen?
- 2Schritte und Übergaben zählen — jede Station wird eine Karte.
- 3Bearbeitungs- und Wartezeiten je Schritt schätzen.
- 4Wartezeiten markieren — dort steckt fast immer die Zeit.
- 5Eine Sache auswählen, die in zwei Wochen geändert wird.
Grenzen
Die Landkarte zeigt Symptome, nicht Ursachen. Sie ersetzt keine Gespräche über Verantwortung und Anreize.
Hintergrund
Bevor man Flüsse begradigt, sollte man wissen, wohin sie fließen. Die Wertstrom-Landkarte macht in einem halben Tag sichtbar, wo Wert entsteht und wo er versickert.
Drei Schritte
1. Ergebnis benennen. 2. Übergaben zählen. 3. Wartezeiten markieren.